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Die dPV (Deutsche Parkinson Vereinigung e.V.) Niedersachsen stellt sich vor

Parkinson – Schüttellähmung

Die Parkinsonsche Krankheit, landläufig als „Schüttellähmung“ bekannt, ist eine Stoffwechselstörung im zentralen Nervensystem. Diese entsteht durch einen Mangel an Dopamin, einer Überträgersubstanz. Dadurch werden Impulse im Gehirn nicht oder nur ungenügend übertragen. Häufige erste Anzeichen sind tatsächlich das Zittern einer Hand oder eines Beines, das nicht beeinflusst werden kann. Weitere mögliche Symptome der Krankheit, deren Ursache noch nicht bekannt ist, sind Muskelsteifigkeit mit schmerzhaften Dauerverkrampfungen und verminderte Gesichtsmimik. Die Geschicklichkeit lässt nach. Beim Schreiben, Sprechen und Gehen tauchen oft erhebliche Schwierigkeiten auf. Nicht jeder Parkinsonkranke zeigt dieselben Symptome. Jeder hat „seinen eigenen Parkinson“. Viele Menschen, denen die Symptome nicht bekannt sind, deuten sie falsch. Da wird schnell Alkohol als Ursache für Gehstörungen vermutet oder Desinteresse an freudigen bzw. traurigen Ereignissen, wenn die Mimik vermindert ist. Bei Sprachstörungen hält sich der Kranke oftmals in Gesprächen zurück und vermittelt so schnell den Eindruck, dass Parkinson zur Demenz führt.

In Deutschland sind etwa 300 000 Frauen und Männer von der Krankheit betroffen, die in der Regel ab dem 45. Lebensjahr auftritt. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass auch jüngere Menschen daran erkranken. Um Vorurteilen und Wissenslücken entgegenzutreten und betroffenen Menschen und ihren Angehörigen das Leben mit der Krankheit zu erleichtern, wurde 1981 die dPV gegründet. Mittlerweile hat sie rund 23 000 Mitglieder, davon 1 850 in Niedersachsen.

Der Bundesverband in Neuss unterstützt die Arbeit der Regional- und Kontaktgruppen. Gerade in finanziell angespannten Zeiten, ist eine große Patientenorganisation eine wichtige Lobby, um die Interessen der Erkrankten und ihrer Angehörigen effektiv zu vertreten. Unter anderem wirken Vertreter der dPV im Gemeinsamen Bundesausschuss, einem Gremium der Selbstverwaltung von Ärzten, Krankenkassen und Krankenhäusern mit.

In medizinischen Fragen unterstützen der Ärztliche Beirat und der Psychologische Beirat die Mitglieder. Daneben gibt es vom Bundesverband Hilfe und Unterstützung in Rechtsfragen (drohende Erwerbsunfähigkeit, Probleme mit Entscheidungen des Medizinischen Dienstes, ...). Alles Wissenswerte wird in den vierteljährlich erscheinenden „dPV-Nachrichten“ veröffentlicht.

Die Mitglieder werden bundesweit in 450 Regional- und Kontaktgruppen betreut. In Niedersachsen gibt es davon 38. Hier finden regelmäßige Zusammenkünfte statt, die folgende Aufgaben und Ziele haben:
* Kontakt mit Betroffenen, deren Angehörigen und/ oder deren Freunden herstellen und pflegen, da Parkinsonkranke dazu neigen, sich immer mehr zurückzuziehen. Eine Gruppe, in der alle dieselben Probleme haben, ist der geeignete Ort, dem entgegenzuwirken.
* Durch Erfahrungs- und Gedankenaustausch die Eigeninitiative wecken und stärken.
* Tipps im Umgang mit der neuen Lebenssituation geben.
* Neue therapeutische Möglichkeiten und Informationen über den Stand der Forschung erhalten, z.B. durch Ärzte, Therapeuten.
* Verbesserung der Lebensqualität dadurch, dass der Kranke durch die erhaltenen Informationen in die Lage versetzt wird, „auf gleicher Augenhöhe“ mit dem behandelnden Arzt, Physiotherapeuten, Logopäden einen optimal auf die eigenen Bedürfnisse angepassten Behandlungsplan zu erhalten.
* Telefonische Beratung und Besuche für diejenigen, die nicht mehr oder noch nicht an den Gruppentreffen teilnehmen können oder wollen.
* Außerdem werden in einigen Gruppen Wasser- und Trockengymnastik und Ausflüge angeboten.
Wo sich eine Parkinson Regionalgruppe in Ihrer Nähe befindet, erfahren Sie beim Landesbeauftragten Hans-Jürgen Mayhack, Danziger Str.5, 29614 Soltau, Tel. 05191/9391179 oder im Internet unter www.parkinson-vereinigung.de.

 

 

 

Kontaktdaten:

Deutsche Parkinson Vereinigung e.V.
Landesbeauftragter für Niedersachsen
Hans-Jürgen Mayhack
Danziger Straße 5
29614 Soltau
Telefon: 05191 / 939 11 79
Fax: 05191 / 939 11 81
E-Mail   hans-juergen.mayhack@t-online.de


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